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Die HSP

Die HSP (=Hereditäre Spastische Spinalparalyse) ist eine genetisch bedingte Erkrankung. Sie bewirkt, dass ganz bestimmte Nervenzellen im Rückenmark degenerieren. Im Normalfall sind das die Nerven, die die Bewegung der Beine steuern. Von der HSP betroffenen Menschen haben also Probleme in ihrem Bewegungsvermögen. Häufig zeigen sich die ersten Anzeichen dadurch, dass sportliche Aktivitäten nicht mehr möglich sind. Beim Gehen bleiben die Beine hängen, was zum Stolpern führt. Häufig ist einige Jahre nach Ausbruch der Krankheit ein Rollstuhl das zwingend notwendige Hilfsmittel, um am Leben teilnehmen zu können.

Menschen mit dem Krankheitsbild HSP leben zunächst ganz gesund unter uns. Sie treiben Sport, sind beruflich aktiv und stellen sich als normale Mitglieder der Gesellschaft dar.

Bei etwa 70%, also dem größten Teil der Betroffenen, beginnt die Krankheit zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. In etwa 20% der Fälle zeigt die Krankheit erst nach dem 60sten Lebensjahr ihre ersten Symptome. In 10% der Fälle beginn die Erkrankung bereits in der Kindheit. Die HSP gehört zu der Gruppe der seltenen Erkrankungen. In Deutschland sind etwa 2.500 bis 3.000 Personen erkrankt. Es lässt sich hochrechnen, dass in Europa etwa 20.000 Menschen mit HSP leben müssen; weltweit wird die Zahl auf  etwa 200.000 Personen geschätzt.

Bisher ist diese Krankheit noch nicht heilbar. Die HSP-Selbsthilfegruppe e.V. unterstützt unter anderem Forschungsprojekte, mit deren Hilfe das Leben der Betroffenen verbessert werden soll.